Ausgerichtet von Klaus, und zwar hier.
fin
Paula fiel auf den Boden: “Lauf allein weiter. Lass mich hier zurück. Ich halte sie auf…” Biene packte sie an den Händen und zog sie mindestens zwei Meter über den Sand. Paula schmerzten die Knie, sie musste trotzdem lachen. Dann nahm Biene Paula huckepack, giggelte und gaggelte und schleppte sie über den Strand. “Kommt nur, Ihr Sandflöhe. Ich erschlag euch mit meinem Schwert,” brüllte Paula hoch zu Roß und wedelte mit ihrem Joint.
Souly🐧
‘Geh zum Meer’, sagten sie. ‘Da kannst du soweit schwimmen wie du willst’, sagten sie.
Und nach Abgleich mit meinem Sextant und Kompass sollte ich jetzt am Meer sein, aber es war nirgendwo zu sehen.
Noch nicht mal Küstenvögel flogen herum.
Und der Himmel ist auch nicht so wie beschrieben.
Aber das wichtigste fehlt immer noch: Das Meer.
Was für ein Pfusch!
Ich kehr um und beschwer mich beim Kartografen.
Stenzz
zwischen muschel und nichts (Nausikaa)
ein himmel
zu grau geronnen
im sand ein fremdkörper
aus salz genommen
ausufernde spur
ihr haar eine dunkle flut
sein mund voll heimkehr
im sonnenschatten
hautwärts
einander
wortlos spürend
zwischen muschel und nichts
im schweigen des lichts
zusammen allein
zwei spuren
eine zum meer
die andere
ohne wiederkehr.
Johnny Than
Sie waren den langen Weg gefahren. Um den Kontinent und die Inselchen herum. Zwischendurch hatte Sie die Hoffnung mehrmals aufgegeben.
Jetzt war der kleine Katamaran über Nacht am Strand angekommen, und mit der Ebbe drückten sich seine Kufen in die Muschelbank. Sie lief am Morgen einfach von Bord, in der Hoffnung, dass hier niemand diese verdammten Grenzen bewachte.
Aber Sie musste weg von daheim, sonst hätte Sie immer ein Er sein müssen.
Early Twix
Ich habe es nicht bis zum Wasser geschafft
Erstaunlich regelmäßig sehen sie aus, meine Fußspuren in denen ich bis hier her getorkelt bin.
Bei meinem Glück schafft es das Wasser nicht bis zu mir, bevor der Staub hinterm Horizont mich einholt.
KeffetsRedLaw
Micha und Leo blickten auf das Bild: Fuß- und Wagenspuren am Strand. „Maximal 500 Zeichen um das zu beschreiben? Unmöglich!“, klagte Leo. „Sogar in weniger“, sagte Micha, „Leerzeichen zählen mit!“ „So ein Unsinn!“, schimpfte Leo. „Allein mein Name, Leo Nikolajewitsch Tolstoi, hat 24 Zeichen!“ Micha lachte: „Meiner sogar 31: Fjodor Michailowitsch Dostojewski! Wessen Spuren das wohl sind?“ Leo seufzte: „Bestimmt nicht unsere. Wir sind tot.
Xela
Wattwanderung mit der Lieblingskamera, das Wetter war perfekt. Ganz vertieft ins Fotografieren hätte er fast die Zeit aus den Augen verloren.
“So spät schon, gleich kommt die Flut. Zum Glück bin ich nicht weit vom Ufer entfernt.” Etwas schneller stapfte er weiter.
“Verdammt, ein Priel, hier geht’s nicht weiter.” Er drehte sich um, schätzte die Entfernung.
“Das könnte knapp werden.”
Rund um ihn gluckerte das Wasser.
fraujessica
es kam aus dem meer. lernte atmen und gehen. niemand bemerkte es. dann lernte es autofahren. sich teilen konnte es schon lange. jetzt lernt es fliegen. bald werden sie überall sein.
fflyn
ANGST
Leise und unerkannt
schleicht sie durch die Nacht
Du weißt
dass sie kommt
Nur nicht wann
Du wirst sie weder hören
noch sehen
Sie wird dir keine Chance geben
Sie erwischt jeden kalt
und unvorbereitet
so auch dich
Und du
wirst wehrlos sein
Du blickst
in ihren bodenlosen Abgrund
erkennst dich selbst
sowie all das
was du bereits verloren hast
Und wieder wirst du verlieren
Doch dieses Mal
noch bevor der Morgen graut
~~
Wenn sich der Himmel wie langsam auslaufende Tinte blau färbte,
der Tag sich anfing zu schreiben,
lag dort in den Zeilen, die noch leise sprechen,
geöffnet diese Weite für sie.
(nur spontan+ mich vom gewinnen bitte ausschließen)
Yanira
Schlangenlinien, in denen ich laufe. Immer weiter, auf den Boden starrend, ich finde keinen Orientierungspunkt der mich anders laufen lässt. Fühl mich verlassen im endlosen Sand. Plötzlich etwas festes, das ich unter meinen Füßen spüre. Steine. So alt wie die Zeit selbst. So viel gesehen. Gefühlt? Ein Stückchen Heimat kehrt wieder. Finde zurück.
Sabine Kruber
Wieder stehe ich hier. Mir ist, als sei es erst gestern gewesen.
Wir sind jung und abenteuerlustig. Unser Schiff fällt trocken. Wir laufen über das Watt. Eine Horde Mädchen und Jungen. Lachend bewerfen wir uns mit Schlick und Muscheln.
Ich sehe die Fußspuren, die ich hinterlassen habe. Nein, hinter mir liegt kein Schiff.
Gezeiten kommen und gehen, aber ich, ich bin immer noch da.

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