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fortyeight
Ich rühre Milch in meinen Tee. Nicht weil ich es mag, sondern weil du es mochtest.
Ich atme ein und rieche dich.
Du bist nicht da.
Dein Lachen beendet jäh meinen Traum.
Ich trete auf die nächtliche Straße.
Sie ist leer.
Ich bin es auch.
Du fehlst.
Edith Mair 💙💛
Es klingelt. Maria öffnet die Tür.
“Hast du Brot?”, flüstert der Bub. Durchnässt, zerlumpt und barfuß steht er vor ihr.
Maria zieht ihn in ihre Küche und holt ein Handtuch. “Wie heißt du?”
Der Bub gibt keine Antwort.
“Ich nenne dich Ben. So hieß mein Sohn. Setz dich.”
Er lächelt scheu.
Maria stellt ein Glas Milch und Kekse vor ihn. “Du kannst in seinem Zimmer schlafen. Willst du? Morgen sehen wir weiter.”
“Danke”, flüstert Ben lächelnd. Seine Augen lächeln mit.
Tanja Wawuschel
“MUTPROBE! Wer es ohne Sturz durch diese enge, diffus beleuchtete Gasse schafft, qualifiziert sich für das Finale der Millionenjagd.”
Carla hatte zwar Angst vor engen Plätzen und der Dunkelheit, das Geld aber brauchte sie dringend. Deshalb wollte sie es sich und allen beweisen und die Gasse durchqueren.
Was sie nicht wusste: Die Szenerie wurde nach den Drehbüchern von Stephen King und Bram Stoker gestaltet. Das Überleben der Mutigen war nicht geplant…
Devin McColey
“Was has’ für 10?”
“Cracked Coke und PixiDust.”
“Nur die synthetische Kuso?”
“Denkst du Baka für 10 bekommst Stoff aus’m Gewächshaus?”
“Stammkundenrabatt?”
“Der Boss schneidet mir den Chimpoko ab, wenn ich Zeug unter Wert verkauf.”
“Komm schon…”
“Sieh mal die and’re Straßenseite, da brennt Licht, vielleicht bekommst da Genkin.”
“Wie sollich da hoch?”
“Nagut, bekommst Kredit bis morgen. Dann aber doppelte Preis, sonst hast’n Kunai zwischen den Rippen stecken.”
Sylvia Borin
Der Regen fließt über das Pflaster, die Laterne flimmert matt. Er tritt hinaus, hebt den Kopf, tanzt — ein Lächeln, ein Wirbeln, ein Lied im Atem der Nacht. Für einen Moment hält die Gasse den Zauber fest, glänzt wie Gold im Regenlicht. Dann verstummt der Schritt, das Echo verklingt — und alles sinkt zurück in Stille. Nur ein leises Flirren bleibt: I’m singing in the rain…
Deathcat2508
🎶
Katze,
in der nächtlichen Gasse,
jagd nach Ratten und Mäusen,
frisst sie dann ganz schnell auf.
Denn die anderen Katzen,
wollen auch dies Revier.
Doch an Mäusen hat’s genug.
🎶
Xela
Fröstelnd zog sie den Gürtel des Regenmantels enger. In dieser Gasse musste die Adresse sein.
Seit das Regime “es” unter schwerste Strafe gestellt hatte, war es noch schwieriger geworden, eine Problemlöserin zu finden. Elf, zwölf, hier! Vorsichtig klopfte sie an die Tür. Eine finster blickende Frau mittleren Alters winkte sie herein und schloss sofort wieder die Tür. Es roch muffig.
“So so, müssen wir etwas loswerden? Geld hast du dabei? Zieh den Mantel aus.
Mina
Zögernd öffnet Mina die Tür, tritt hinaus, macht einen Schritt, dann noch einen, zunächst unsicher auf den hohen Absätzen, dann immer fester.
Das Geräusch der Schritte auf dem nassen Pflaster trägt weit in der leeren Gasse.
Sie spürt den Saum des Rockes an den Schenkeln, schmeckt die rote Farbe auf den Lippen, atmet den Geruch von Regen und Nummer 5.
“Wenn mich jemand sieht?” denkt sie “soll ich zurück?”
Doch sie geht weiter. “Dies ist mein Weg” weiß sie.
Stachelgarten
Scheibenkleister! Schon wieder eine düstere, schlecht beleuchtete Gasse und wieder ist es kalt und feucht und nirgendwo ein verfluchtes Café oder Bistro zum Aufwärmen. Verdammt, ich glaube, mein Chef hasst mich! Vielleicht hätte ich seinem Söhnchen nicht die Nase brechen sollen, aber er hatte es sich redlich verdient. Maxine Waters grapscht niemand ungestraft an, schon gar nicht so ein verwöhnter Wichtigtuer! Fuck, wenn hier einer wen begrapscht, dann ich!
Cord Gudegast
Jimmy wich der Laterne aus und drückte die Sprechtaste an seinem Ohrstecker. „Auf Position. Alles ruhig.“
„Roger. Farragut muss gleich rauskommen“, hörte er die Antwort seiner Kollegin und zog seinen M1911A1 aus dem Schulterholster. Vorsichtig entsicherte er die schwere Waffe und richtete sie auf die Tür, die sich gerade öffnete. Er war vorbereitet.
Ein riesiger Schatten glitt in die Gasse und verschluckte das Licht der Laterne ganz. Jimmy schoss.
Mike G. Hyrm
tröpfelndschwarzwallend
fröstelnachtschimmer
eilendfeuchtentfliehend
platschendplätscherndschreitend
unheimlichelautstille
befangenscheubeklemmend
schemenbehafteteunsicherheit
dunkelunwohlgetriggert
herzpochendschreckhaft
furchtangstdurchzuckend
fantasiegruselkopkino
zum beruhigen
halte ich eine hand
kraftvoller mut
durchströmt mein sein
ich kann
ich bin
ich hab
kitu ohana in mir
mehr als
vorstellbare unendlichkeit
Glorrion
“Del, das stinkt doch! Dafür kannst Du Dir eine Raumyacht mieten
und die hauen das raus, damit wir sie im Nachbarsystem absetzen!”
“Hatten wir schon. Los jetzt!”
Wir stiegen aus, gingen in die Gasse und klopften an die Tür.
Eine knurrige Stimme.
“Ja ?”
“Taxi”
Die Tür öffnete sich. Ein Vargr, groß wie ein Schrank, schaute uns mistrauisch an.
Hinter ihm stand ein Mädchen mit einem Gesicht, das jeder hier kannte.
Nina fluchte.
“Die Prinzregentin!”
Eine Langversion der vorigen Geschichte, natürlich außer Konkurrenz:
“Del, ich hab ein wirklich mieses Gefühl bei der Sache! Für die Summe kannst Du Dir eine Raumyacht mieten
und unsere angehenden Passagiere hauen das raus, damit wir sie im Nachbarsystem absetzen!”
“Schatz, das hatten wir geklärt.”, seufzte ich und zählte an den Fingern ab, “Erstens, das Schiff fällt auseinander, wenn wir nicht bald
den Schotter für die Wartung aufbringen.”
“Zweitens, Zorin versteht sein Handwerk und hat uns noch nie beschissen. Und am wichtigsten, drittens, deine Mutter war einverstanden und sie ist der Captain.”
Ich sah ihr in die Augen und grinste. “Wird schon schiefgehen.”
Sie warf mir einen verwunderten Blick zu. “Wenn Du das glaubst…”
“Es ist nur eine Redensart…”
Sie verdrehte die Augen. “Du und Deine Solomani Sprüche!”
“Sehr gern geschehen.” Ich deutete nach draußen. “Wollen wir?”
Wir stiegen aus und gingen in die regennasse Gasse, die nur von einer altertümlich aussehenden Lampe erhellt wurde.
Nach ein paar Schritten erreichten wir den Treffpunkt; ein schäbiges Lagerhaus, dass schon deutlich bessere Tage gesehen hatte.
“Na dann, Showtime!”
Ich klopfte an die Tür, dreimal lang, zweimal kurz, wie abgesprochen.
Hastige Geräusche waren hinter der Tür zu hören, dann eine knurrige Stimme.
“Ja?”
“Zorin lässt grüßen. Das Taxi ist da.”
Langsam öffnete sich die Tür. Ein Vargr, groß wie ein Schrank, trat uns entgegen schaute uns mistrauisch an.
Eine junge, helle Stimme ertönte.
“Lass sie rein, Korrik.”
Er zögerte einen Moment, gab dann aber den Weg frei.
Die schlanke junge Frau, die hinter ihm gestanden hatte, kam näher, blieb aber im Halbschatten verborgen.
Nina schnaubte.
“Reinkommen? Gegenvorschlag, ihr kommt raus! Wir haben einen engen Zeitplan und ihr wollt doch von dem Planeten runter, oder nicht?”
Der Vargr knurrte feindselig. Kurz sah es so aus, als würde er uns anspringen wollen.
“Ich traue ihnen nicht, Hoheit. Sie riechen schlecht!”
“…Hoheit?…”
Die junge Frau kam auf uns zu. “Aber sie haben recht, wir sollten schnellstens verschwinden. Und Korrik, nenne mich nicht mehr Hoheit!”
Sie schlug die Kapuze zurück und wir sahen in ein Gesicht, das jedes Wesen auf dem Planeten hier kannte.
Ich keuchte vor Überraschung auf.
“Was zum… Die Prinzregentin!”
[…]
Klaus
Da stehst Du nun am Ende dieser Gasse,
Du drehst Dich nochmal um und sagst Dir: “gut,
dass ich das Dunkle, Kalte nun verlasse!”
Du freust Dich auf die Farben und den Mut,
von nun an positiv und hoffnungsvoll
ins Heitere und Helle aufzubrechen:
ins Leben mit viel Dur und wenig Moll
und ohne Mißgunst, Hauen oder Stechen!
Johnny Than
Du vertraust dem Schein und schreitest mit Mut
doch bin ich in der Nähe tut dir das nicht gut.
Ich bin das warme Licht in der dunklen Gasse
die ich im schrecklichsten Moment verlasse.
Ich bin die Dämonin der falschen Zeit
und am falschen Ort steh ich bereit.
Das Grausame an mir sind nicht meine Taten.
Meine Grausamkeit heißt: Ich kann warten.
Komm herein, das Licht versteckt die Ungeheuer.
Komm herein, für dein tödliches Abenteuer.
PrinterAngel🏳️🌈
Ah, die Gassen in ihrem Viertel; weg von der ganzen Leuchtreklame, den Ampeln und dem nicht abreißenden Strom von Autos und Leuten. Hier kennt sie jeden Stein und jeden Winkel. Dass die Laternen so große Abstände haben, hält viele ab und schafft Ruhe, nicht nur bei Nacht auch tags will kaum jemand durch die Gassen gehen. Plötzlich kommt einer mit Cap und Hoodie aus dem Dunkel entgegen: “Guten Abend!” – “N’Abend Hanne.” Noch einmal abbiegen, da ist Zuhause.
Meike Jung
Was für eine Nacht! Paula lief aufgekratzt und glücklich nach Hause. Thibor hatte mit ihr getanzt und beinahe hätte er sie geküsst! Am liebsten hätte sie einen Freudenschrei durch die nächtliche Gasse geschickt, um die ganzen kribbeligen Flatterlinge in ihrer Brust freizulassen.
Oh Mist! Zuhause brannte Licht. Sie hätte um 2 spätestens zu Hause sein sollen. Nun war es schon 3 Uhr vorbei. Das würde Ärger geben …
o/1MS\o ⌨️🐧 | #WeAreNatenom
TELL tritt auf mit der Armbrust.
Durch diese hohle Gasse muß er kommen,
Es führt kein andrer Weg nach Küßnacht – Hier
Vollend ichs – Die Gelegenheit ist günstig.
Dort der Schatten verbirgt mich ihm,
Von dort herab kann ihn mein Pfeil erlangen,
Des Weges Enge wehret den Verfolgern.
Mach deine Rechnung mit dem Himmel, Vogt,
Fort mußt du, deine Uhr ist abgelaufen.
Serenityfreaksout🧩
Als sie auf die enge Gasse hinaustrat, war es warm, roch nach Sommerregen und nassem Asphalt. Irgendwo bellte ein Hund.
Sie war noch ganz in der Musik gefangen, ein wirklich gutes Konzert heute Abend. Schutzschild und gleichzeitig ein Gefühl von grenzenloser Freiheit. Lächelnd schlenderte sie durch die enge Gasse Richtung Osten, hinauf zum Aussichtsplatz.
Hier würde sie bleiben und warten, bis die Sonne aufging. Sie hatte alle Zeit der Welt.
Penelope
Synergetik
STEIN
kalt
hart
unbarmherzig
und brutal
benetzt mit
WASSER
glitschig
erfrischend
und nass
spiegelt
mehrt
warmes
Leben
und Sicherheit
spendendes
LICHT.
Trunyx
In dieser Gasse verschwand einst ein Brief, der nie ankam. Man sagt, ein junger Mann habe hier unter der Laterne gewartet, das Herz voller Mut, die Hände zitternd. Der Regen schwieg, als sie nicht erschien. Seitdem glänzt das Pflaster jede Nacht wie versiegelt, als bewahre es sein ungelebtes Geständnis. Manche hören noch Schritte, die kommen – und wieder gehen.
Katja
👑
Wieder prallte sie gegen die unsichtbare Wand. Die Zeit war stehen geblieben, und sie erinnerte sich nicht mehr an das Warum. Jede Fuge im Pflaster, jeder Riss in der Mauer war schmerzhaft vertraut. In den Pfützen, die nie trockneten, spiegelte sich das Gesicht einer Fremden. Sie hob den Blick zu dem Licht, das den Wahnsinn auf Abstand hielt. Doch der Kopf der Laterne neigte sich zu ihr herab und flüsterte: Du wirst diese Gasse niemals verlassen.
Easydor
Diese scheiß Laterne leuchtet mit ihrem romantischen Licht ins Fenster. Dauernd, jede Nacht. Und seine Hanfpflänzchen weigern sich strikt, in die Blüte zu gehen.
Unten stehen manchmal Verliebte, knutschend. Die haben keine Ahnung, dass hier, zwei Meter höher, Liebe unterbunden wird. Verhindert, ja verschmutzt wird!
Wütenden Punk jetzt!

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